Sonntagsgedanken

Fronleichnam 2017

Brot, das die Hoffnung nährt…
So beginnt ein modernes Kirchenlied.
Brot, für uns in der westlichen Welt Grundnahrungsmittel. Seit früher Kindheit ist Brot aus meinem Leben nicht wegzudenken. Als Pausenbrot im Kindergarten und Schule, steckte darin immer auch die Fürsorge der Mutter. Als gemeinsam gegessenes Brot steckte immer die Gemeinschaft der Familie oder der Freunde drin. Als Brot zum Picknick auf langer Wanderung schmeckte es nach Ferien, neuer Kraft und verdienter Pause. Das Brot beim Fest miteinander geteilt, steht für die Freude und das Feiern. Brot – macht satt, nicht nur mein Grundbedürfnis nach Nahrung, sondern es steht für Vieles, was lebensnotwendig ist – Brot, als Mittel zum Leben – erhält mich am Leben.
Fronleichnam, das Fest zu Ehren eines besonderen Brotes –  ein „Brot, das die Hoffnung nährt…“ von dem Jesus sagt „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“
In diesem Brot begegnet mir Jesus, schenkt er mir Hoffnung auf ein Leben ohne Begrenzung, ein Leben in Fülle, ein Leben ohne Zeitlichkeit – ein Leben in Ewigkeit. Dies macht dieses Brot für den gläubigen Menschen zum „Heiligen Brot“ in unserer modernen Welt. Da kommt eine andere Dimension ins Spiel, da steckt mehr drin, als ich erklären kann – da steckt Gottes Zuwendung zu uns Menschen drin. Fronleichnam ein Fest des Lebens, deshalb ziehen katholische Gemeinden hinaus auf die Straßen der Dörfer und Städte, schmücken die Altäre und Häuser mit Blumen und tragen Jesus im Brot der Eucharistie hinaus ins Leben. Da wo unser Alltag stattfindet, da wo Kinder spielen und Alte leben, da wo wir unserer Arbeit nachgehen und als Familien Freuden und Sorgen teilen, da will Jesus, da will Gott uns begegnen und uns Hoffnung für unser Leben schenken.
Ihnen allen ein hoffnungsvolles, erfülltes und lebendiges Fronleichnamsfest.

Jäger, Simone-bearb.-kleinSimone Jäger
Dekanatsreferentin